Ruhe sucht, ist hier genau richtig – man hört nämlich hauptsächlich die eigenen Beschwerden. Der Garten ist wirklich schön grün und gepflegt, vermutlich weil die Gäste zu beschäftigt sind, Schimmelbilder im Zimmer zu machen.
Das All-Inclusive-Konzept ist sehr innovativ: Mittags gibt es am Strand entweder Döner oder ein Stück Pizza mit Apfel. Sterneküche trifft Survival-Training.
Der Strand ist eigentlich schön, erinnert aber eher an „3 Sterne mit Abenteuerpaket“. Immerhin: Wenn man sich beschwert, wird sogar sauber gemacht. Also Service funktioniert – nach Level 3 Beschwerdeeskalation.
Das Hotel setzt stark auf Selbstbedienung. Gabeln, saubere Tische und manchmal sogar Handtücher darf man wie bei einer Schatzsuche selbst finden. Wer weiß, wo alles liegt, gewinnt.
Die zwei Mitarbeiter im Service tun mir ehrlich leid – die rennen mehr als der Shuttlefahrer, der uns eigentlich abholen sollte. Falls ihr Ausflüge bucht: dreimal nachfragen, zweimal beten und einmal hinterherrennen.
Die Zimmer kommen standardmäßig mit Schimmel-Dekoration. Kostenlos. Zimmerwechsel bringt übrigens nichts – der Schimmel zieht einfach mit um.
Die Minibar wird alle paar Tage aufgefüllt, wahrscheinlich abhängig von Mondphase und Wetterlage. Alkoholische Getränke werden teilweise extra verkauft, obwohl All Inclusive draufsteht. Überraschungsmechanik inklusive.
Die Sauna unten ist besonders spannend: Wer zu langsam läuft, verbrennt sich die Füße. Wellness und Extremsport in einem.